St. Andrews

Der kleine Küstenort St. Andrews ist eine alte Stadt voller junger Leute. Das verleiht St. Andrews einen unverwechselbaren Charme.

Die Stadt mit 17 000 Einwohnern an der schottischen Ostküste bietet Natur, Geschichte – und natürlich Golf. Oder anders gesagt: Wenn Sie Schottland kennenlernen wollen, dann sind Sie diesem Ziel mit einem einzigen Besuch in St. Andrews schon ein ordentliches Stück näher gekommen.

Die Universität stammt von 1413 und ist damit die erste Hochschule, die in Schottland gegründet wurde. Die Studenten prägen das Stadtbild bis heute. Überall sind junge Leute zu sehen und es gibt für eine Stadt in dieser Größe vergleichsweise viele Pubs und Restaurants.

Außerdem wird in St. Andrews scheinbar auf jeder freien Rasenfläche Golf gespielt. Insgesamt elf Golfplätze gibt es in der Stadt; einige davon sind bei Golfern weltweit bekannt wie beispielsweise der „Old Course“. So ist es nicht verwunderlich, dass St. Andrews als „Heimat des Golf“ bezeichnet wird.

Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich vom Stadtzentrum aus fußläufig erreichen. Besonders reizvoll sind die weißen Sandstrände, die nur wenigen Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegen. In St. Andrews gibt es drei Strände und der kleinste ist der beste – Castle Sands. Er liegt sehr zentral und ist trotzdem nicht überlaufen. Mit dem Auto sind es gut 60 Minuten von Edinburgh nach St. Andrews, von Glasgow aus rund 1 ½ h. Der Bahnhof liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums, ist aber mit Bussen und Taxis gut angebunden.

St. Andrews ist für sein Golf berühmt und gleichgültig, ob Sie Golf spielen können, oder nicht: Der Himalays Golfplatz heißt jeden Besucher willkommen. Anfänger und Könner probieren hier ihre Künste beim Putten aus. Familienfreundlich.

Nicht weit vom Stadtzentrum entfernt fängt der schöne Spaziergang Lade Braes nahe der Argyle Street an. Die malerische Strecke führt durch ein Waldstück mitten in der Stadt und an dem kleinen Fluss Kinness Burns entlang. Die Wanderung ist bei Einheimischen und Studenten sehr beliebt.

Um Jahr 908 wurde St. Andrews Bischofssitz. Der Bau der Kathedrale begann um 1160 und dauerte über einhundert Jahre. Die Bauherren wählten für ihre Kirche einen dramatischen Standort aus: Die Kathedrale sitzt hoch über dem Meer auf einem Felsen, der von weißen Sandstränden eingerahmt wird. Während des gesamten Mittelalters war St. Andrews Cathedral eine der bedeutendsten Pilgerstätte in Europa. Nun hebt sich nur noch die Silhouette einer Ruine scharfkantig gegen den Himmel ab. Auf dem Rasen zwischen den halbverfallenen Mauern treffen sich heutzutage die Studenten.

Nur wenige Minuten von der Badestelle entfernt liegt St. Andrews Castle. Die Burg war der Sitz der Bischöfe und sorgte für die Sicherheit der Kathedrale. Sie spiegelt einen Großteil der schottischen Geschichte wieder: Das Castle fiel im Jahr 1296 während der Unabhängigkeitskriege in die Hand der Engländer und wurde rund 20 Jahre später von den Schotten zurückerobert. Bei einer Belagerung im Jahr 1546 wurde St. Andrews Castle teilweise zerstört und nicht wieder aufgebaut. Sehenswert ist der Tunnel, den die Angreifer unter der Burg bauten. Achtung: Der Boden im Tunnel ist uneben. Die Verteidiger reagierten mit einem Gegentunnel. Sie verließen sich dabei, was die richtige Richtung und die Tiefe des Gegentunnels betraf, allein auf die Grabungsgeräusche der Angreifer.

Das angeblich weltweit einzige Golfmuseum befindet sich ebenfalls in St Andrews. Es zeigt die Arbeit von Golflegenden wie Old Tom Morris und viele Ausstellungsstücke rund um den Golfsport. Laien haben die Chance, die Regeln des Golf zu lernen. Das Museum war lange geschlossen und wurde nach einer aufwändigen Renovierungsphase im Sommer 2015 wieder eröffnet.

Jedes Jahr am Abend des 30. April ziehen sich die Studenten sich ihre langen, dunkelroten Roben an und marschieren mit brennenden Fackeln zu dem langen Pier, der unterhalb der Kathedrale weit ins Wasser hinausragt. Beim „May Dip“, einer alten Studententradition, gehen sie am 1. Mai bei Sonnenaufgang in der Nordsee baden.

Ziele in der Umgebung

Arbroath

Die Siedlung ist aus dem 1178 gegründeten Kloster Arbroath hervorgegangen. Der Ort spielte in den schottischen Unabhängigkeitskriegen eine wichtige Rolle. 1320 trat eine Reihe schottischer Adliger zusammen und richtete die so genannte Declaration of Arbroath an den Papst. Damit setzten sich die Adligen für die Unabhängigkeit Schottlands von England ein.1394 wurde ein Hafen errichtet, was zur Entstehung einer Siedlung von Fischern führte. 1559 erhielt der Ort den Status einer Royal Burgh. In der Folge der Reformation verfiel das Kloster.Ab Ende des 18. Jahrhunderts wurde Arbroath zu einem wichtigen Standort der Textilindustrie. Bekannt ist der Räucherfisch Arbroath Smokie. Diese lokale Spezialität ist in Schottland sehr beliebt.

 East Neuk

Der König Jakob II hat den Küstenabschnitt rund um das Fischerstädtchen Anstruther als den „goldenen Saum eines Bettlerumhangs“ bezeichnet. Die historischen Fischerdörfer haben viel Atmosphäre und laden zu einem Bummel an der Promenade ein. Sehenswert ist die alte Kirche von St. Monans, die direkt am Meer steht.

Anstruther

Der Leuchtturm an der Mole grüßt schon von Weitem. Anstruther ist eine hübsche Hafenstadt an der Ostküste. Der Hafen bildet so etwas wie das Herz des Ortes. Früher war Anstruther ein Fischereihafen. Nun lebt der Ort vom Tourismus und hat sich zu einem der Hauptorte East Neuks entwickelt. Vom Hafen aus kann man zum Fischen rausfahren oder einen Ausflug zur Insel May unternehmen. In der Nähe befindet sich auch der Hafen von Cellardyke. Er ist ruhiger und wird daher immer noch als Geheimtipp angesehen.

 

 

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