Outlander von Diana Gabaldon im TV

Das Warten hat für Millionen Fans ein Ende: Die historische Serien-Verfilmung „Outlander“ kommt ins deutsche Fernsehen. Basierend auf der erfolgreichen Buchreihe „Highland-Saga“ von Diana Gabaldon zeichnet kein geringerer als Emmy-Preisträger Ronald D. Moore („Star Trek“, „Raumschiff Enterprise“) für die packende neue Serie verantwortlich. Ab 20. Mai können die Zuschauer in Doppelfolgen immer mittwochs um 20:15 Uhr bei dem Fernsehsender Vox die  Zeitreise der schönen, klugen und taffen Militärkrankenschwester Claire Randall verfolgen, die unter mysteriösen Umständen aus dem Jahr 1945 in die Neuzeit der schottischen Highlands im Jahr 1743 versetzt wird.


Brodie Castle (NTS)

Die Outlander-Handlung

Die Serie bietet viel Romantik, tolle Kostüme und die schöne Landschaft Schottlands. Und darum geht es: Die englische Krankenschwester Claire Randall verbringt den Sommer 1945 mit ihrem Mann Frank in Inverness/Schottland. Dort möchte sie sich nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs erholen und Zeit mit ihrem Mann verbringen.

Während Frank Ahnenforschung betreibt, zieht es Claire zu den Heilpflanzen und Kräutern der Umgebung. Auf einem ihrer Spaziergänge stößt sie auf einen alten Steinkreis, den Craigh na Dun.

Durch die Steine tritt Claire eine Zeitreise an. So trifft sie zum ersten Mal auf Jamie, einen jungen Schotten, der verdächtigt wird, einen Mord begangen zu haben.

Um den Engländern zu entkommen, zieht Claire mit Jamie und seinen Gefährten weiter. Die Reise führt sie zur Burg Leoch – und was sie bereits vermutet hat, wird spätestens dort klar: Sie befindet sich nicht mehr im Jahr 1945, sondern im Jahr 1743. Claire lernt nicht nur Jamie etwas näher kennen, sondern trifft auch auf den Clanführer Colum McKenzie. Auf Burg Leoch wird darüber Recht gesprochen, was nun mit Claire geschehen soll, denn natürlich weiß niemand, wer sie ist oder woher sie kommt. Man ist gastfreundlich, macht ihr aberunmissverständlich klar, dass sie erst dann weiterreisen darf, wenn sie die Erlaubnis dazu erhält. Sie ist eine Fremde, ein „Outlander“.

Jamie und sie kommen sich langsam näher. Während des traditionellen Treueschwurs versucht Claire zu fliehen, wird aber von Jamie entdeckt. Claire überlegt  fieberhaft, wie sie sich von der Gruppe absetzen kann, um zurück in ihre Zeit zu gelangen – und zwar indem sie zum Craigh na Dun zurückkehrt, ohne den Engländern in die Hände zu fallen. Dies gelingt ihr nicht.

Statt dessen soll soe Jamie heiraten und so zur Schottin werden. Dies ist die einzige Möglichkeit, um sie zu schützen. Claire stimmt zu und wird so Jamies Frau. Das Vertrauen der beiden zueinander wächst, und auch die Leidenschaft wird stärker. Kurz darauf wird die Gruppe überfallen, und es ist klar, dass Claire in der Kampfkunst geschult werden muss. Die beiden kommen sich näher, und so erfährt Claire immer mehr Details aus Jamies Vergangenheit.

Claire berichtet nun Jamie auch ihr Geheimnis. Er bringt sie zum Steinkreis, um ihr die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen. Doch Claire kann sich nicht von Jamie trennen und bleibt. Überglücklich beschließt dieser, sich nun auch seiner Vergangenheit zu stellen, und bringt Claire zu seinem Gut Lallybroch, dem er den Rücken gekehrt hat. Claire lernt Jamies schwangere Schwester Jenny und deren Mann Ian kennen.

Nachdem Jenny ihr zweites Kind bekommen hat, wird Jamie an eine englische Patrouille verraten, die ihn sofort verhaftet. Die Frauen brechen unverzüglich auf, um Jamie zu befreien.

Jamie und Claire fliehen schließlich vor den Engländern nach Frankreich in die Abtei Ste. Anne de Beaupé. Jamies Onkel Alexander ist dort Abt, und Claire hofft, dass ihnen nicht nur Schutz zuteil wird, sondern auch Jamies Körper und vor allem seine Seele in Ruhe heilen können. Jamie hat jeglichen Mut verloren und möchte angesichts seiner Schmach nicht länger am Leben bleiben. Doch langsam erholt Jamie sich.

Weil sie wissen, dass sie nicht ewig in der Abtei Zuflucht finden können, beschließen Jamie und Claire, nach Rom zu gehen. Endlich kommen die beiden sich auch körperlich wieder nahe. Und Claire hat noch eine Nachricht für Jamie: Sie erzählt ihm, dass sie schwanger ist.

Culrosss und Inverness sind Outlander-Schauplätze

Outlander- Dreharbeiten (NTS pic)
Outlander- Dreharbeiten (NTS pic)

Die Serie zeigt einige der schönsten Regionen Schottlands wie zum Beispiel die kleine Fischerstadt Culross. Sie liegt auf der Nordseite des Firth of Forth. Culross Palace und der dazugehörige Garten liegen zentral im malerischen Ortskern und landen – passend zur Outlander-Serie –  zu einer Zeitreise ein. Der Palast ist aus dem Jahr 1597 und der restaurierte Garten zeigt beispielhaft, welche Küchen- und Heilkräuter im 17. Jahrhundert typischerweise angepflanzt wurden.

 

Outlander-Dreharbeiten (NTS)

Auch die Stadt Inverness und ihre Umgebung sind geschichtsträchtig. Auf der Burg von Inverness regierte im 11. Jahrhundert Macbeth, der durch das gleichnamige Drama von William Shakespeare berühmt wurde.  Anstelle seiner Burg steht seit dem 19. Jahrhundert ein repräsentatives Burgschloss auf dem Hügel. Der durch das Great Glen und damit durch Loch Ness führende Kaledonische Kanal (Caledonian Canal) verläuft diagonal durch Invernessshire und hat in der Stadt seinen östlichen Zugang.

Brodie Castle spielte im Jakobiteraufstand, der in der Outlander-Serie thematisiert wird, eine große Rolle. Wenige Kilometer östlich von Inverness liegt das Schlachtfeld von Culloden, wo 1746 die letzte Schlacht der Jakobiten um Bonnie Prince Charlie gegen die englischen und schottischen Regierungstruppen mit einer verheerenden Niederlage der Jakobiten endete. Ein Besucherzentrum erklärt die politischen Hintergründe für die Schlacht sowie den Schlachtverlauf: Bei Glenfinnan in den Highlands erreichte Bonnie Prince Charlie im Jahr 1745 das schottische Festland. Er wollte den Thron für seine im Exil lebende Familie sichern und sammelte seine Truppen, um die Schotten ein letztes Mal in eine Schlacht gegen die Engländer zu führen. Wenige Monate später standen sich beide Heere bei Culloden in der Nähe von Inverness gegenüber.

Die Outlander-Handlung

In der Outlander-Serie geht um eine junge Krankenschwester: Zerrissen zwischen zwei Welten und zwei Männern weiß sie nicht, wie ihr geschieht – und dennoch stellt sie sich ihrem Schicksal und zugleich der lebensbedrohlichen Gefahr, in der sie sich schlagartig befindet.

1945: Die junge Krankenschwester Claire (Caitriona Balfe) verbringt mit ihrem Mann Frank Randall (Tobias Menzies) die zweiten Flitterwochen in den schottischen Highlands. Nach der traumatischen Zeit des Zweiten Weltkriegs genießt die hübsche Engländerin zum ersten Mal seit Jahren endlich wieder eine unbeschwerte Zeit. Ein alter magischer Steinkreis begeistert Claire sofort. Doch als sie einen der mystischen Steine berührt, verliert sie das Bewusstsein – und erwacht im Jahr 1743, mitten im Schlachtgetümmel katholischer Schotten und protestantischer Engländer! Zwischen den Fronten befindet sich Claire in Lebensgefahr und wird von dem Highlander Jamie (Sam Heughan) gerettet.

Erst nach und nach beginnt die selbstbewusste Frau zu ahnen, was mit ihr geschehen ist. Im Schottland des 18. Jahrhunderts hat sie sich schließlich nicht nur mit anderen Sitten und Gebräuchen zurechtzufinden, es gelten auch andere Rechte und es lauern viele Gefahren. Claire ist „Outlander“ – die Fremde – in doppelter Hinsicht: In einem komplett unvertrauten Zeitalter muss sie bestehen – und das als ohnehin unerwünschte Engländerin im nach Freiheit drängenden Schottland! Ihr Wissen als Krankenschwester im Zweiten Weltkrieg kann Claire als Heilerin einsetzen – doch ihre Kenntnisse und Fähigkeiten sind vielen Zeitgenossen im 18. Jahrhundert unheimlich.

Unter Zwang muss sie schließlich ihren Retter Jamie heiraten, entwickelt mit der Zeit aber tiefe Gefühle für den jungen Krieger. War es zunächst Claires oberstes Ziel, zurück zum Steinkreis zu finden und darauf zu hoffen, dass es einen Weg zurück in die Zukunft gibt, eröffnet sich nun für sie eine neue Perspektive. Denn die Liebe zu Jamie stellt sie vor eine Entscheidung, die Claires Herz zwischen zwei grundverschiedenen Männern in zwei unvereinbaren Leben zerreißt. Während Claire versucht, mit ihrem Schicksal zurechtzukommen, wird sie von ihrem verzweifelten Ehemann Frank im 20. Jahrhundert schmerzlich vermisst. Welches Leben möchte Claire wirklich führen? Und gibt es überhaupt einen Weg zurück?

 Die Outlander-Serie basiert auf der „Highland-Saga“

Die Outlander-Serie basiert auf der „Highland-Saga“ von der amerikanischen Autorin Diana Gabaldon. Ihre Buch-Reihe erobert international regelmäßig die Bestsellerlisten, wurde in über 27 Ländern veröffentlicht, in 24 Sprachen übersetzt und über 20 Millionen Mal verkauft. Mittlerweile acht Romane umfasst die „Highland-Saga“ von Gabaldon, die zuvor als Honorarprofessorin und Computerspezialistin an der Northern Arizona University im Einsatz war.

Gabaldon verfasste Storylines für Walt-Disney-Comics, bevor sie 1991 ihren Debüt-Roman „Feuer und Stein”, den ersten Teil ihrer heute preisgekrönten „Highland-Saga“, veröffentlichte. Die TV-Verfilmung ist besetzt mit der irischen Schauspielerin Caitriona Balfe („Escape Plan“) und dem schottischen Schauspieler Sam Heughan („Young Alexander the Great“) und feierte erst im August 2014 bei dem US-Sender Starz Premiere. Nach nur einer ausgestrahlten Episode wurde bereits eine zweite Staffel bestellt.

Emmy-Preisträger Ronald D. Moore für Outlander am Start

Als Executive Producer der mitreißenden Serien-Verfilmung „Outlander“ ist Emmy-Preisträger Ronald D. Moore verantwortlich. Der amerikanische Film- und Fernsehproduzent schrieb unter anderem das Drehbuch für „Star Trek: Treffen der Generationen“ (1994) oder „Mission Impossible II“ (2000). Außerdem war er an zahlreichen Episoden der erfolgreichen Science-Fiction-Serie „Raumschiff Enterprise“ (1987-1994) beteiligt.

Ab 20. Mai zeigt VOX die erste Staffel der Highland-Saga „Outlander“ jeden Mittwoch um 20:15 Uhr in Doppelfolgen als Free-TV-Premiere. www.vox.de/cms/index.html

 

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