Edinburgh und die Firth of Forth-Brücken

Die Brücken über den Firth of Forth bei Edinburgh sind ein Besuchermagnet. Vor allem die rote Eisenbahnbrücke ist berühmt und verbindet Edinburgh mit den Highlands. Jetzt kommt noch eine weitere Überführung dazu.

Die rote Eisenbahnbrücke bei Edinburgh

Die beiden Brücken über den Firth of Forth bei Edinburgh sind die rote Firth of Forth Railway Bridge sowie die Autobahnbrücke Forth Road Bridge, die gerade 50 Jahre alt geworden ist. „Die Firth of Forth Bridge hat atemberaubende Dimensionen und sieht gleichzeitig unglaublich elegant aus. Man wird einfach nicht müde, sie anzusehen“, sagt Miles Oglethorpe von der Kulturbehörde Historic Scotland. Derzeit wird auch noch eine dritte Brücke gebaut; die Fundamte ragen bereits aus dem Wasser.

Zu Fuß über die Autobrücke bei Edinburgh

Wer sich gerne einmal den Wind um die Nase pfeifen lassen und einen ungestörten Blick auf die rote Firth of Forth Bridge bei Edinburgh werfen will, der kann auch zu Fuß über die Autobrücke gehen. Von dort sieht man auch den jüngsten Coup der schottischen Verkehrsplaner: Die dicken Stahlpfeiler für die dritte Brücke ragen bereits deutlich sichtbar aus dem Wasser. In einem landesweiten Wettbewerb wurde im vergangenen Jahr ein Name für den 1,6 Mrd. Pfund teuren Bau gesucht. Der Name „Queensferry Crossing“ hat sich dabei durchgesetzt. Die Brücke soll 2016 fertig sein.

Dalmeny Estate bei Edinburgh

Wem es auf den Brücken zu ungemütlich ist, der kann nahe von Edinburgh bei South Queensferry über Dalmeny Estate nach Cramond spazieren. Der Weg ist einfach zu gehen und bietet einen tollen Blick auf den Firth of Forth. Da der Freizeitwert der Brücken inzwischen unbestritten ist, werden derzeit auch Pläne für ein Besucherzentrum geprüft. Nach Schätzungen der Eisenbahngesellschaft Network Rail könnte das Besucherzentrum 200 000 Besucher im Jahr anlocken. (www.forthbridgeexperience.com). „Die Forth Bridge ist ein Triumph schottischer Ingenieursarbeit und jeder in Schottland kann sich mit dem Bauwerk identifizieren“, sagt Kulturministerin Fiona Hyslop.

Täglich fahren 200 Züge von Edinburgh aus über die Brücke

Aber auch wenn die Schotten heute sehr stolz auf ihre Brücken sind, so stand speziell der Bau der roten Eisenbahnbrücke unter keinem guten Stern. Die Bauarbeiten begannen 1883 in Edinburgh unter dem Eindruck eines schweren Zugunglücks am River Tay im Jahr 1879, als die Tay-Eisenbahnbrücke unter einem vollbesetzten Zug einstürzte und viele Menschen starben. Die Forth Bridge bei Edinburgh sollte also vor allem das Vertrauen der Fahrgäste in die Sicherheit der Bahn wiedergewinnen. Daher ist sie besonders stabil konstruiert. Allerdings wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Arbeiter schwer vernachlässigt. Bei den Bauarbeiten starben mehr als 50 Menschen und unzählige wurden verletzt. Heutzutage fahren täglich 200 Züge von Edinburgh über die Brücke (www.forthbridgeworldheritage.com).

600 000 Pkw, 200 000 Lkw und 1,5 Millionen Menschen

Wenn Sie mit dem Auto nach Schottland kommen, ist die Forth Road Ihre beste Verbindung in Richtung Highlands. Die Autobahnbrücke ist aber auch ein echtes Nadelöhr: 600 000 Pkw, 200 000 Lkw und 1,5 Millionen Menschen hat sie im Jahr zu bewältigen. Die Forth Road Bridge wurde zwischen 1958 und 1964 gebaut und war mit 2,5 Kilometern damals die größte Brücke ihrer Art in Europa. Seit 2001 steht sie unter Denkmalschutz. Sobald die neue Autobahnbrücke Queensferry Crossing fertig ist, werden von Edinburgh aus wohl nur noch Busse über die Forth Road Bridge fahren.

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